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Allergien

Seit den vergangenen zwei Jahrzehnten wächst die Anzahl von Allergikern und allergischen Erkrankungen stetig. Der Grund hierfür könnten unter anderem ungünstige Umwelteinflüsse in den Industriestaaten sowie Veränderungen der Lebensgewohnheiten und Lebensbedingungen sein. Eine Allergie mit seinen Reaktionen beruht auf eine Fehlregulierung des menschlichen Immunsystems. Der Körper hält einen bestimmten Fremdkörper, zum Beispiel Pollen, für einen Krankheitserreger und bekämpft ihn fälschlicherweise genauso wie Viren. Folglich werden hochaktive Immunzellen, wie Histamin, freigesetzt und verursachen dann unter anderem Niessanfälle, Schnupfen, Hautreizungen oder tränende Augen.  

Allergie Typen

Allergien werden in verschiedene Typen aufgeteilt. Die Soforttyp-Allergien sind Typ I und betreffen die meisten Menschen. Zum Typ I gehören beispielsweise Heuschnupfen, Asthma, Insektengiftallergie sowie Nahrungsmittelallergien. Allergien aus dem Typ II kommen dagegen eher selten vor. Hierbei können die Blutzellen schwer geschädigt werden. Der Typ II kann durch Medikamente ausgelöst werden. Allergien des Typ III sind die häufigsten Formen von Medikamentenallergien. Antikörper schliessen sich mit Allergene zusammen und setzen sich auf kleine Gefässwände der Haut oder der Nieren fest. Dadurch entstehen dann Entzündungsreaktionen an Haut und Nieren sowie Hautausschlag mit punktförmigen Hautrötungen, Juckreiz und Schädigungen der Hautschicht. Die Spättyp-Allergie Typ IV ist eine Allergieform, in der die sensibilisierten Abwehrzellen gegen die Allergene vorgehen. Im Vergleich zum Typ I, bei dem es sich in der Regel um Eiweisse handelt, spielen bei Typ IV die kleinmolekularen Substanzen vorwiegend eine Rolle. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Chemikalien und Metalle, die sich klinisch als Kontakt-Ekzem äussern.

Symptome

Allergien können sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise bemerkbar machen. Die häufigsten Symptome sind Rötungen und Schwellungen der Augen, Tränenbildung, Niessanfälle, Schnupfen, Husten, Schleimhautschwellungen, Asthma, Atemnot, Kopfschmerzen, und Migräne. Sehr häufig sind Symptome auch auf der Haut als Rötungen, Juckreiz, Ausschlag, Austrocknung, Akne oder in Form von Quaddeln zu finden. Hauptsächlich die Nahrungsmittelallergie weist starke Symptome in den Verdauungsorganen auf. Hierbei können Verstopfung, Durchfall, Krämpfe, Sodbrennen oder Blähungen auftreten. Hochallergische Reaktionen können im Kreislauf des Körpers einen schweren allergischen Schock auslösen, also auch Kreislaufprobleme können Symptome für Allergien sein. Die stärkste Reaktion, die eine Allergie auslösen kann, ist der anaphylaktische Schock, der im schlimmsten Fall zum Tod des Allergikers führen kann. Es sollte also bei heftigen Symptomen oder Reaktionen schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.

Diagnose

Die Diagnose der Allergien kann über verschiedene Arten gestellt werden. In den meisten Fällen werden jedoch zwei Methoden angewendet, um die erste Diagnose mit der zweiten Untersuchung zu bestätigen. Die zum Einsatz kommenden Diagnostiken sind Anamnese, Blutuntersuchungen, Hauttests sowie Provokationstests. Die Anamnese ist eine gezielte Patientenbefragung über die Beschwerden, die Auffälligkeiten sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen. Diese Befragung gibt dem Allergologen unter Umständen bereits Aufschluss über eventuelle Allergien. Bei der Diagnose mit einer Blutuntersuchung werden zunächst die Inhaltsstoffe und Bestandteile des Blutes überprüft. Desweiteren kann das dem Patienten venös abgenommene Blut dann mit unterschiedlichen Allergiestoffen getestet werden. Hauttests werden für eine Diagnose auf verschiedene Art und Weise ausgeführt. Es gibt zum Beispiel den am häufigsten durchgeführten Pricktest, der vorrangig die Allergien des Typ I nachweisen kann. Hierbei werden etwa 10 - 20 unterschiedliche Allergen-Lösungen auf den Unterarm getropft, die dann mit einem kleinen Nadelstich in die Hautblutgefässe vordringen können. Bei vorliegender Allergie findet an der entsprechenden Stelle dann eine Hautreaktion statt, die sich in Form von Rötung, Quaddelbildung oder Juckreiz bemerkbar macht. Der so genannte Patchtest ist ein besonderer Provokationshauttest mit Allergenpflaster für Neurodermitis. Eine weitere Möglichkeit zur Diagnose der Allergien ist der Provokationstest, der häufig bei Unverträglichkeiten zu Arzneimitteln oder Nahrungsmitteln angewendet wird. Hierbei bringt der Allergologe ein betroffenes Organ, wie zum Beispiel Nase, Augen oder Darm, direkt mit dem Allergen in Berührung. Bei dieser Methode zur Diagnose können sehr starke allergische Reaktionen auftreten, deswegen wird dieser Test über einige Stunden beim Allergologen durchgeführt.

Behandlung

Eine Behandlung von Allergien kann in medikamentöser Form stattfinden. Oftmals bekämpfen Medikamente allerdings nur die Symptome, nicht aber die Ursache der Allergie. Eine Medikamentenbehandlung sollte nur mit ständiger ärztlicher Überwachung durchgeführt werden. Bei einer Behandlung der Allergien mit Medikamenten ist zu beachten, dass diese Form der Therapie meist nicht nach einiger Zeit abgeschlossen ist, sondern ein ganzes Leben lang andauern kann. Zudem haben diese Medikamente Nebenwirkungen, wie alle anderen auch. Eine weitere Möglichkeit zur Behandlung der Allergien ist die so genannte Hyposensibilisierung. Sie kann auch Allergieimpfung oder Immuntherapie genannt werden. Bei dieser Behandlung wird dem Allergiker über einen längeren Zeitraum das Allergen in ansteigender Menge gespritzt, was im Optimalfall zur Unempfindlichkeit gegenüber dem Allergen führen kann. Die Erfolgschancen liegen bei der Hyposensibilisierung sehr hoch. Nach der Diagnose von Allergien kann ein Allergieausweis erstellt werden, den jeder Allergiker immer bei sich tragen sollte.

Allergien und Kreuzallergien

Theoretisch kann jeder Fremdkörper beim Menschen allergische Reaktionen auslösen. Die häufigsten Allergien sind jedoch die Allergien gegen Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Nahrungsmittel, Schimmelpilze, Latex, Medikamente, Insektenstiche oder gegen Sonnenstrahlen. Bei zahlreichen Allergikern entwickeln sich Kreuzallergien. Dies bedeutet zum Beispiel, dass der Allergiker bei einer vorhandenen Pollenallergie nicht nur gegen die Pollen allergisch ist, sondern zusätzlich auch noch auf das Erzeugnis allergische Reaktionen entwickelt, beispielsweise Obst oder sonstige Nahrungsmittel, weil sie die gleichen Allergene enthalten. Ein weiteres Beispiel, bei der eine Kreuzallergie auftreten kann, wäre eine Allergie gegen Gräser. Hierbei können unter Umständen allergische Reaktionen beim Verzehr von Getreide, Tomaten oder Hülsenfrüchten auftreten. Welche Kreuzallergien tatsächlich auftreten, muss jeder Allergiker für sich herausfinden. Die Ernährung sollte dementsprechend angepasst werden. Bei Erhitzen der Nahrungsmittel werden oftmals die Allergene zerstört, da sie hitzelabil sind. Der Verzicht ist also nicht zwingend notwendig, aber das kann bei jedem Allergiker anders ausfallen. Bei Kreuzallergien lohnt sich eine Listenführung über die Auffälligkeiten und Reaktionen der einzelnen Nahrungsmittel, damit diese gemieden werden können.

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